Sa Dragonera

Sant Elm ist der letzte Ort der Serra de Tramuntana, es ist eine kleine Stadt im Südwesten der Berge rund um eine Bucht herum, die einen einfachen Hafen bildet. Geschützt von diesem Hafen befindet sich die Insel Pantaleu. Jaume I. wählte 1229 erstmals auf seiner Reise die Conquita de Mallorca, um dort anzulegen. Aber es ist nicht Pantaleu, die allen den Atem stocken lässt, sondern wenn man zum ersten Mal nach Sant Elm kommt, ist die Landschaft von der Insel Sa Dragonera geprägt.

Sa Dragonera von Sant Elm

Es ist nicht schwer sich Sa Dragonera als Erweiterung der Serra de Tramuntana vorzustellen, nur, dass der „Hafen“, der mit Mallorca in Verbindung steht unter dem Meeresspiegel liegt. Sein Profil ist identisch mit der Küste der Serra de Tramuntana, mit hohen Klippen, die von Nordwesten ins Meer fallen und sanften Hängen auf der südöstlichen Seite. Auch die Beobachtung dieses Küstenabschnitts in einem Abstand, erscheint es einfach Sa Dragonera mit einer Verlängerung Mallorca’s zu verwechseln.

Abbildung der Sa Dragonera aus Satellitensicht (Google Earth)

Sa Dragonera ist ungefähr 4 Kilometer lang und weniger als einen Kilometer breit und ist eine unbewohnte Felsinsel. Aber wenig ist unbebaut. 1974 kaufte PAMESA, ein Bauunternehmen, mit der Absicht Wohnsiedlungen und Jachthafen mit mehr als 1200 Einwohnern zu bauen. Obwohl die Planungen bereits genehmigt waren, gelang es Naturschützern mit breiter Unterstützung der Malloquiner, den Baubeginn immer wieder zu verzögern. Schließlich kaufte der Inselrat Sa Dragonera, um die Insel in ein Schutzgebiet umzuwandeln.

Auf Dragonera hat sich eine endemische Unterart der Balearen-Eidechse herausgebildet, die Dragonera-Eidechse (Podarcis lilfordi ssp. giglioli). Sie ist – neben Geburtshelferkröten – wohl das einzige landlebende Wirbeltier, das schon vor der Ankunft des Menschen auf der Insel heimisch war.

Der Eleonorenfalke (Falco eleonorae) hat in den Nordwest-Cliffs der Insel seine größte Brutkolonie im westlichen Mittelmeer. Hier brütet auch der Wanderfalke (Falco peregrinus). Bis in die 1950er Jahre lebten in Grotten der Südostküste noch Mittelmeer-Mönchsrobben. Eine Höhle nahe der Cala Lladó wird heute noch – nach dem katalanischen Namen dieser Tiere – „Cova des Vell Marí“ genannt.

Die Insel war jahrhundertelang in erster Linie Anlaufstelle und Stützpunkt für Seeräuber. In einer Höhle fanden diese einen unterirdischen See. Dort konnten sie sich mit, wenn auch etwas brackigem, Trinkwasser versorgen. Um dies zu verhindern, wurde die Höhle schließlich mit einem riesigen Felsbrocken verschlossen.

 Im 18. Jahrhundert wurden zwei Wachtürme errichtet, um den Seeräubern Einhalt zu gebieten. Dort hinauf wurde ein für Eselskarren befahrbarer Weg angelegt, der jetzt restauriert ist und Besucher der Insel heute zur Spitze der Insel hinaufführt. Danach war die Insel lange Zeit weitgehend sich selbst überlassen und wurde zu einer Heimstatt für Vögel und Reptilien. Die Leuchttürme von Tramuntana (im Norden) und Llebeig (im Südwesten) nahmen 1910 ihren Betrieb auf und ersetzten damit den alten Leuchtturm Far Vell.

 

 

Sargantana endèmica de Sa Dragonera (Podarcis lilfordi ssp. giglioli).Wikipedia

Gavina corsa, una espècie amenaçada nidificant a Sa Dragonera i que és relativament fàcil de veure a la costa sud de la Serra de Tramuntana. Bastant semblant a la gavina vulgar (Larus argentatus) es bona de diferenciar per tenir el bec vermell i no groc i per les potes verd fosc en lloc de grogues. Foto Nigel Blake

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